Börsenreglement

Regeln für AusstellerInnen an RAB-Terraristikbörsen

Zur Durchführung von Börsen sind Bewilligungen des jeweiligen kantonalen Veterinäramtes nötig, die an spezielle Bedingungen geknüpft werden. Abgesehen davon darf uns der Tierschutz alles andere als gleichgültig sein. Bitte beachten Sie auch, dass Börsen eine Art Visitenkarte von uns Terrarienliebhabern sind. Wir sind Ihnen daher für ansprechende Präsentationen der Tiere und gute Beratung der interessierten Besucher dankbar.

1. Allgemeines

1.1. Die Börsen dauern von 10 bis 16 Uhr. Für AusstellerInnen ist die Lokalität ab 8 Uhr geöffnet.

1.2. Die Kosten für einen Tisch (ca. 180 x 70 cm) betragen Fr. 40.-. Sie sind am Börsentag vor Beginn der Börse zu bezahlen.

1.3. Die nachfogenden Bestimmungen 1.4 bis 1.6 sind Bestandteil der Bewilligung des kantonalen Veterinäramtes und werden strikt durchgesetzt.

1.4. Giftschlangen sind nicht zugelassen.

1.5. Alle Angebotenen Tiere samt Ausstellungsbehälter werden nach Ankunft der AusstellerInnen von den Organisatoren kontrolliert. Nicht tiergerecht gehaltene Tiere werden von der Börse zurückgewiesen.

1.6. Bei Ankunft der AusstellerInnen ist den Organisatoren eine Liste mit den Tieren abzugeben, die an der Börse angeboten werden. Aus der Liste muss die Herkunft der Tiere ersichtlich sein (Kauf, Nachzucht, Import mit Cites-Papieren).

1.7. Hunde sind nicht zugelassen.

2. Präsentation der Tiere

2.1. Jeder Stand ist mit einem gut sichtbaren Schild zu versehen, auf dem Name und Adresse des Ausstellers/der Ausstellerin aufgeführt sind. Es ist eine Tierbestandsliste zu führen und auf Verlangen vorzulegen.

2.2. Mit jedem verkauften Tier ist dem Käufer ein Informationsblatt ausgefüllt abzugeben (das Informationsblatt kann bei den Organisatoren bezogen werden). Für jedes angebotene Tier sind schriftlich und gut lesbar anzugeben der deutsche und der wissenschaftliche Name, die Herkunft (Wildfang oder Nachzucht), das Geschlecht, der Schutzstatus (WA I, WA II), Nahrungsspezialitäten und erreichbare Grösse. Pro Behälter soll in der Regel nur ein Tier angeboten werden; Ausnahmen sind möglich, wenn die artspezifischen Verhaltensweisen dem nicht entgegenstehen.

1.1. Die Behälter sollen ausreichend belüftet sein und ein geeignetes Bodensubstrat für die Aufnahme von Ausscheidungen aufweisen. Die Tiere sollen sich in den Behältern problemlos wenden können (Mindestregel für Echsen und Amphibien: Länge des Behälters = 1 ½ x Kopf-Rumpf-Länge des Tiers; bei Schlangen: 0.5 x Länge des Tieres; bei Schildkröten: 2 x Panzerlänge).

2.3. Die Behälter sind in Tischhöhe aufzustellen. Die Tiere sollen nur von einer Seite oder von oben her besichtigt werden können. Den Tieren sollen Rückzugsmöglichkeiten (Verstecke) und in der Regel Wasser angeboten werden.

2.4. Bei Tieren aus Feuchtigkeitsgebieten ist auf die Einhaltung der erforderlichen Luftfeuchtigkeit zu achten (feuchtigkeitsspeicherndes Substrat oder Übersprühen).

2.5. Sumpf- und Wasserschildkröten sind auf einer feuchten Unterlage anzubieten, allenfalls im Wasser. Die Unterlagen sind bei Bedarf auszuwechseln und das Wasser zu ersetzen. Beim Anbieten im Wasser ist ein Landteil anzubieten oder die Tiefe des Wassers so zu halten, dass die Tiere nicht ständig schwimmen müssen. Aquatile Arten müssen im Wasser angeboten werden.

2.6. Die Behälter sind ständig vom Aussteller/von der Ausstellerin oder einer Vertretung zu beaufsichtigen. Sie sind gegen unbeabsichtigtes oder unbefugtes Öffnen zu sichern. Das Herausnehmen von Tieren ist nur aus triftigen Gründen und im Beisein und mit Zustimmung des Ausstellers/der Ausstellerin gestattet. Das Klopfen gegen die Behälter und das Schütteln der Behälter ist untersagt.

3. Spezielles

3.1. Für bewilligungspflichtige Tierarten müssen die entsprechenden Papiere mitgeführt werden. Bei Veräusserung solcher Tiere hat sich der Verkäufer/die Verkäuferin zu vergewissern, dass der Erwerber die entsprechende Haltebewilligung besitzt (Art. 51 TSCHV).

3.2. Das Entweichen eines Tieres ist unverzüglich dem Veranstalter zu melden.

3.3. Diese Regeln sind für alle Aussteller und Ausstellerinnen verbindlich. Sie gelten durch die Anmeldung als anerkannt. Bei Unfällen mit den Tieren haftet der Veranstalter nicht.

Wir danken Ihnen für die Einhaltung dieser Regeln.

H. Gürber